löwenherz

gekappt schon längst die seile der hölzernen pfeiler
vom einstmals prächt'gen brückengang
kein weg führt mehr hinauf zum berg zum haus
und niemand kann am tore klopfen - ach wenn
es lässt sich wohl nicht öffnen mehr

das holz zu schwer vom stet’gen nebelniesel
in den scharnieren dick verquollen
und wer schon würde sich verletzen wollen
an spitzen dornen dichter distelhecken
und salpetrig scharfem rost am schloss

in nächten nur ein kreisend falkenpärchen
das flackern und das wiegen von kerzenmeeren
hinter blindgeword’nen dächerfenstern sieht
und tanzmusik aus mozarts zeiten strömt über moosig
flecht’ge treppenstufen allein zu waldmausohren hin

und herunten im tal am fuße des gemäuers
da flüstert man sich die legende – stets hinter vorgehalt’ner hand
von dem mit fluch und bann belegten land
auf das nie einer setze jemals seinen schritt
der nicht des lebens müde ist ...

- nur du warst ohne angst


 


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